Top News
KonfiCup 2017 Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE...
Oekumenisches Christusfest anlaesslich des 500. Reformationsjubilaeums Gemeinsam feiern auf der Festung Ehrenbreitstein Koblenz. Zum 500. Reformationsfest laden die Evangelische Kirche im...
Wildnis-Camp fuer Jungs im Brexbachtal erfolgreich in der Woche nach Ostern durchgeführt.

Hinweise zur JuLeiCa

Formale Hinweise des Landesjugendministeriums RLP zur Ausstellung der JugendleiterInnen-Card

Bekanntmachung des Ministeriums für Kultur, Jugend, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz vom 1 Juli 1999 (932-75 337-1)

Jugendleiterinnen und Jugendleiter üben ihre Aufgabe ehrenamtlich aus. Um ihre Stellung zu stärken und ihnen für ihre vielfältigen Aufgaben eine Legitimation zu geben, die heutigen Ansprüchen genügt, haben die Obersten Landesjugendbehörden am 12./13. November 1998 vereinbart, den bundeseinheitlichen Jugendgruppenleiterausweis durch eine bundeseinheitliche Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter nach folgenden Bestimmungen zu ersetzen. Die amtliche Legitimation ist bundesweit anerkannt und soll den Jugendleiterinnen und Jugendleitern die Ausübung ihrer Tätigkeit erleichtern.

1. Zweck der amtlichen Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter

Die Card soll der Jugendleiterin bzw. dem Jugendleiter dienen

1.1. zur Legitimation gegenüber den Personensorgeberechtigten der minderjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Jugendarbeit;

1.2. zur Legitimation gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Stellen, von denen Beratung und Hilfe erwartet wird (z.B. Behörden der Bereiche, Jugend, Gesundheit, Kultur, Informations- und Beratungsstellen, Polizei, Konsulate);

1.3. zum Nachweis der Berechtigung für die Inanspruchnahme der vorgesehenen Rechte und Vergünstigungen, die an die Eigenschaft der Jugendleiterin bzw. des Jugendleiters oder ausdrücklich an das Vorhandensein einer amtlichen Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter anknüpfen, z.B.
 

  • Freistellung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern durch Sonderurlaub nach dem Landesgesetz über die Erteilung von Sonderurlaub an Jugendgruppenleiter der Jugendpflege vom 12. November 1963 (GVBI. S. 131, BS 8002-2),
  • Förderung unbezahlten Urlaubs nach Nr. 2.5 Abs. 3 der Verwaltungsvorschrift "Förderung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit" (W-JuFöG) vom 6.Mai 1997 (932-75 304-3, Gamtsbl. S.411) in der jeweils geltenden Fassung,
  • Fahrpreisermäßigungen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind,
  • Genehmigungen beim Zelten in der Gruppe,
  • Unterstützung bei der Pla-nung und Finanzierung von Angeboten der Jugendarbeit,
  • Besuche von Kulturveranstaltungen mit der Gruppe,
  • Besuche von Freizeiteinrichtungen mit der Gruppe,
  • Gebührenfreiheit oder Ermäßigung der Gebühren für das Entleihen von Medien und Geräten bei den Medienzentren,
  • Materialbeschaffung,
  • Dienstleistungen.

1.4. Auf Grund der gegenseitigen Anerkennung durch die Obersten Landesjugendbehörden können die an die Card geknüpften Vergünstigungen in allen Ländern der Bundesrepublik in Anspruch genommen werden.

1.5. Eine Verpflichtung zur Führung der Card besteht nicht. Die für die Inanspruchnahme von Vergünstigungen geforderten Voraussetzungen können gegebenenfalls auch auf andere Weise nachgewiesen werden.

2. Voraussetzungen für die Ausstellung der Card für Jugendleiterinnen bzw. Jugendleiter

2.1. Die Card wird nur für ehrenamtlich tätige Jugendleiterinnen und Jugendleiter ausgestellt. Das sind alle in der Jugendarbeit als Leiter oder Helfer tätige Personen, sofern diese Tätigkeit kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und nicht im Rahmen eines Arbeits- und Dienstverhältnisses, sondern im Wesentlichen unentgeltlich ausgeübt wird.

2.2. Voraussetzung ist, dass die Jugendleiterin oder der Jugendleiter

  • für eine dem Landesjugendring Rheinland-Pfalz angehörende Jugendorganisation (Jugendverband, Jugendgemeinschaft oder Jugendring) oder
  •  für einen sonstigen nach § 75 SGB VIII anerkannten Träger der freien Jugendhilfe oder
  • für einen Träger der öffentlichen Jugendhilfe tätig ist.

 2.3. Die Inhaberin bzw. der Inhaber der Card muss eine ausreichende praktische und theoretische Qualifizierung für die Aufgabe als Jugendleiterin bzw. Jugendleiter erhalten haben und in der Lage sein, verantwortlich Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten, z.B. eine Gruppe zu leiten. Der Träger hat die erfolgreiche Teilnahme an entsprechenden Aus- und Fortbildungsveranstaltungen im Umfang von 40 Stunden zu bestätigen (Anlage 1).

2.4. Die Inhaberin bzw. der Inhaber der Card soll das 16. Lebensjahr vollendet haben. In besonders vom Träger zu begründenden Fällen kann die Card auch für Jugendleiterinnen bzw. Jugendleiter im Alter von 15 Jahren ausgestellt werden.

Bei Minderjährigen ist das Einverständnis der Personensorgeberechtigten erforderlich.

3. Zuständigkeit und Verfahren

3.1. Der Antrag auf Ausstellung der Card ist von der Jugendgruppenleiterin bzw. dem Jugendgruppenleiter über seine Organisation zu stellen; bei Personen, die keinem auf Landesebene anerkannten Verband angehören, über das Jugendamt.

3.2. Für die Beantragung und die Bestellung sind vorgedruckte Antragsformulare nach dem Muster zu verwenden, in die alle geforderten Daten handschriftlich (Blockschrift), mittels Schreibmaschine oder PC passgenau eingetragen werden müssen. Die Antragsformulare sowie die PC-Maske zur Eingabe der Daten mittels PC sind zu beziehen bei der Firma NOVO GmbH (Adresse siehe unten).

3.3. Die vollständig ausgefüllten Antragsformulare sind an das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung - Landesjugendamt -, Rheinallee 97 -101, 55118 Mainz, weiterzuleiten. Das Landesjugendamt leitet die eingegangenen Vordrucke an jedem 10. eines Monats an die NOVO GmbH weiter. Die fertigen Cards werden wiederum über das Landesjugendamt an die jeweils für die Aushändigung zuständige Stelle weitergeleitet und zwar unmittelbar nach Eingang. Das Landesjugendamt übernimmt die Weiterleitung, um den aushändigenden Organisationen die mengenunabhängige Abrufpauschale zu ersparen.

3.4. Zuständig für die Aushändigung der Card sind die Verbände oder Jugendämter, bei denen der Antrag eingereicht wurde.

Die aushändigende Stelle führt eine fortlaufende Liste der von ihr ausgehändigten Cards. In der Liste wird vermerkt:

  • Nummer der Card
  • Name und Anschrift der Jugendleiterin / der Jugendleiters
  • Bezeichnung der Trägers
  • Dauer und Gültigkeit der Card.

4. Form und Gültigkeitsdauer

4.1. Die Card wird bundeszentral hergestellt durch die Firma NOVO GmbH.

4.2. Die Card wird für eine Gültigkeitsdauer von bis zu drei Jahren ausgestellt. Wenn die Voraussetzungen für die Ausstellung entfallen, ist die Card an die aushändigende Stelle zurückzugeben.

5. Gegenseitige Anerkennung, Umsetzung

5.1. Die Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter wird von den Ländern gegenseitig anerkannt.

5.2. Die Obersten Landesjugendbehörden werden sich bemühen, der bundeseinheitlichen Card für Jugendleiterinnen und Jugendleiter auch über den staatlichen Bereich hinaus Geltung und Anerkennung zu verschaffen.

6. Inkrafttreten

6.1. Diese Bekanntmachung tritt mit der Veröffentlichung in Kraft. Die Verwaltungsvorschrift "Ausstellung von Jugendgruppenleiterausweisen" des Ministeriums für Soziales und Familie vom 1.10.1986 ist nicht mehr anzuwenden. Bisher ausgestellte Jugendgruppenleiterausweise bleiben gültig; die Gültigkeitsdauer wird nicht mehr verlängert.

Anlage 1

Empfehlungen für Mindestanforderungen an eine qualifizierte Ausbildung von ehrenamtlich in der Jugendhilfe Tätigen

Der/die Jugendleiter/in muss über pädagogische und rechtliche Kenntnisse im Umgang mit Kindern und Jugendlichen verfügen und in der Lage sein, verantwortliche Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten. Soweit pädagogische und rechtliche Kenntnisse nicht durch Berufsausbildung oder Studium erworben sind, ist die Teilnahme an einer Jugendleiterinnen- bzw. Jugendleiterausbildung erforderlich, in der folgende Themen behandelt werden:

    • Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen
    • Entwicklungsprozesse im Kindes- und Jugendalter
    • Arbeit in und mit Gruppen
    • Rolle und Selbstverständnis von Jugendleiterinnen und Jugendleitern
    • Organisation und Planung
    • Aufsichtspflicht, Haftung, Versicherung, Erste Hilfe
    • Die Ausbildung sollte mindestens 40 Zeitstunden umfassen.



© Evangelisches Jugendreferat Koblenz