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Konzeption

Im Folgenden sind die Konzeptionellen Eckdaten in Auszügen aus der Gesamtkonzeption dargestellt:

1. Ziele der geschlechtsspezifischen Arbeit mit Mädchen

Inhaltlich werden mit den konzeptionellen Überlegungen  für die Mädchenarbeit in den Gemeinden des Kirchenkreises folgende Wirkungen und Ziele verfolgt:
 

► Die Mädchen haben die Gelegenheit, ihre Rolle als Mädchen und junge Frauen zu finden und hierbei ihre persönlichen Talente und Fähigkeiten zu entdecken.

Durch  unterschiedlichste Angebote und Projekte  sollen die Mädchen die Möglichkeit erhalten, sich selbst kennen zu lernen, sich auszuprobieren. Oft entdecken Mädchen und junge Frauen nur sehr bruchstückhaft das ganze Spektrum ihrer Möglichkeiten und Talente. Die Einschränkungen auf “typisch weibliches” verhindern oft, dass sich Mädchen etwas zutrauen, dass sie all ihre Begabungen mit Spaß und fachlicher Unterstützung durch weibliche Vorbilder und Begleiterinnen entdecken können.

 

► Die Mädchen dürfen sich als eigenständige und wertvolle junge Menschen erleben

Mädchen und junge Frauen sollen erfahren, dass sie mit ihren persönlichen Anliegen nicht alleine sind. Sie sollen erleben, dass und wie sie ihre eigenen Wünsche und Ideen in Teams und Gruppen einbringen können. Im Rahmen der  Maßnahmen der Mädchenarbeit, erfahren die Mädchen ein partnerschaftliches miteinander, sie entwickeln soziale Kompetenzen und erfahren, wie sie verantwortlich handeln können.

 

► Die Mädchen können im Kontakt und in der Auseinandersetzung mit erwachsenen Frauen die „Kultur der Frauen“ kennen lernen und dort  selbst ihren ganz eigenen Bereich gestalten

Im Rahmen unserer Mädchenarbeit geht es uns darum, neben dem defizitorientierten Ansatz und dem differenzenorientierten Ansatz (den Klassikern aus der Geschichte der Mädchenarbeit) im Rahmen unserer Angebote einen eigenen Weg zu verfolgen, der den Begriff der Kultur in den Mittelpunkt stellt. Wir gehen hierbei davon aus, das Menschen durch Geburt UND aufgrund einer jeweils  eigenen Entscheidung zu einer Kultur gehören. Kultur ist hier definiert als die Art, sein Leben und seinen Lebensraum auf eine eigene Weise zu gestalten und dies zu reflektieren und zu kultivieren.

Dieser Anspruch ist die Basis und Grundlage der Ausgestaltung unserer Angebote.

 

►Das Thema Mädchenarbeit, die Methoden und Arbeitsweisen werden in vielfältige Arbeitszusammenhänge eingebracht – Beratungen auch anderer Fachstellen sind sinnvoll und möglich

Hierzu ist es nötig  die Bedürfnisse, Anliegen und Fähigkeiten von Mädchen in allen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, als Querschnittsthema zu etablieren. Es geht im Wesentlichen darum,  in allen Bereichen der Jugendarbeit das Thema Mädchen und junge Frauen einzubringen und immer zu überprüfen, ob die Interessen von Mädchen innerhalb der Angebote vorkommen.

Darüber hinaus bieten sich verschiedenste Kooperationen mit den Einrichtungen und Diensten des Trägers an. Beispielsweise die Kinder- und Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werks oder die Beraterinnen im Feld Familienberatung sowie die Fachfrauen auf kommunaler Ebene sind hier nur einige Beispiele für vielerlei Möglichkeiten.

 

Die Angebotspalette der Kinder- und Jugendarbeit soll erweitert und  im eigentlichen Sinne des Gender Mainstreaming Ansatzes qualifiziert werden

Diese Bemühungen ersetzten jedoch NICHT  die Angebote im Sinne der parteilichen Mädchenarbeit. Hier sieht der AK-Mädchenarbeit  weiterhin den notwendigen Schwerpunkt.

 
1.1        Zielumsetzung und Konsequenzen

Das Fazit der bislang beschriebenen Ausgangslagen und Ziele macht deutlich, dass diese Arbeit nicht ohne fachliche, hauptamtliche Unterstützung auf der überörtlichen Ebene geleistet werden kann.

Für die Umsetzung dieses Auftrages soll eine pädagogische Fachkraft mit 7 – 10 Stunden eingestellt werden.

Aufgrund von Sparmaßnahmen denen Kirche, Diakonie und kommunale Jugendarbeit ausgesetzt sind, ist es dem Trägerverbund zurzeit nicht möglich, einen größeren Stellenumfang für dieses Projekt zu finanzieren.

 
2.   Arbeitsweise
 

2.1 Entwicklung und Herangehensweise

Die wesentliche Arbeitsform, in der die verschiedenen Maßnahmen und Angebote für Mädchen und junge Frauen entwickelt werden, ist die gemeinsame Reflexion der aktuellen Situation von Mädchen vor Ort:
 

  • Für die Leitung und Begleitung der Arbeit des AK Mädchenarbeit
     
  • Für den Kontakt und die Beratung der beteiligten Gemeinden
     
  • Für die konkrete Umsetzung der Projekte mit den Mädchen
     

Aufgrund dieser Beobachtungen entwickeln die Mitarbeiterinnen im AK Mädchenarbeit modellhafte Maßnahmen, hierbei gibt es im Wesentlichen vier Vorgehensweisen:


a. Die pädagogische Mitarbeiterin entwickelt in Kooperation mit einzelnen Jugendleiterinnen modellhaft Projekte, diese können dann mit dem gleichen Konzept in anderen Gemeinden ebenfalls durchgeführt werden.

b. Gemeinsam mit einer Gruppe von Hauptamtlichen wird ein Projekt entwickelt. Die pädagogische Mitarbeiterin leitet und begleitet diesen Konzeptionsprozess.  Die Durchführung des Projektes erfolgt dezentral in den verschiedenen Gemeinden. Nach erfolgter Evaluation können diese Projekte weiterentwickelt werden.

c. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im AK Mädchenarbeit entwickeln gemeinsam ein Angebot für Mädchen oder junge Frauen, das im Kirchenkreis ausgeschrieben wird.

d. Die pädagogische Mitarbeiterin entwickelt in Kooperation mit dem Netzwerk des kommunalen Ausschusses für Mädchenarbeit ein Angebot, das auf städtischer Ebene für alle Mädchen veranstaltet wird.

 

3. Zielgruppenspezifische Projektbausteine

Aus der nachfolgenden Übersicht soll deutlich werden welcher Angebotshorizont möglich und sinnvoll ist. Nicht in jedem Jahreszyklus wird es möglich sein, dies alles gleichermaßen anzubieten, hier gilt es die jeweiligen Bedarfslagen zu erheben und entsprechend der zeitlichen Möglichkeiten der Kooperationspartnerinnen zu reagieren.
 

Zielgruppen

               Angebote + Aufgaben

Mädchen (8 –11 Jahre)

und/oder

Teenagerinnen
(12 – 15 Jahre)

  • Projektartige Angebote (z.B. Selbstbehauptungskurs, Angebote zur Lebensplanung und -gestaltung,
  • Spiel- und Bastelaktionen (Weihnachtswerkstatt, Kreativtag, ...)
  • Großveranstaltungen (Mädchentag „Girls get up“)
  • Freizeitmaßnahmen (Herbstferienaktion, Pippi Langstrumpf Freizeit, ...)
  • Medienpädagogische Maßnahmen (Mädchenfilmtag, Mädchen-PC-Kurs, Theaterprojekt ...)
  • Politische Bildung, z.B. Angebote für Konfirmandinnen (Mode-Macht-Moneten), Projektartige Angebote (z.B. Selbstbehauptungskurs, Angebote zur Lebensplanung und -gestaltung)

Ehrenamtliche
(ab 16 Jahre)

  • Schulungsbausteine „Fit 4 Kids“ für Mädchen
  • Gruppenleiterinnenschulung mit besonderen getrenntgeschlechtlichen Aspekten 
  • Mitarbeiterinnen-Workshops
  • Ältere EA: Mitarbeit in der Vorbereitung von Projekten oder im AK Mädchenarbeit 

Hauptamtliche

  • Kollegiale Praxisberatung, Erfahrungsaustausch für Honorarkräfte und Jugendleiterinnen / z. T auch für Jugendleiter mit Honorarmitarbeiterinnen
  • Planung von Tagungen und Fortbildungen zu fachlichen Themen (Essstörungen, Suchtproblematiken, Pubertät, Mädchen mit Migrationshintergrund, ...)
  • Material und Informationspool durch das Jugendreferat, ausleihbare Fachmaterialien
  • Leitung und Begleitung des AK Mädchenarbeit als Fachgremium 

 
4.   Trägerschaft und Arbeitsstruktur für diese Projektarbeit

 
4.1         Kirchlicher Trägerverbund mit Kirchengemeinden

Aufgrund der kirchlichen Organisationsstruktur (Diaspora-Situation) in der Ev. Kirche am Mittelrhein musste die Projektentwicklung kommunenübergreifend  und regional angelegt werden. Da hier kirchliche und kommunale Gebietsgrenzen in der Regel nicht identisch sind, werden die Arbeitsangebote  sowohl auf Teilnehmerinnen  im Landkreis Mayen-Koblenz als auch in der Stadt Koblenz ausgerichtet.

In Zusammenarbeit mit mehreren Kirchengemeinden, die in und um die Großregion Koblenz angesiedelt sind, wurde die vorliegende Konzeption „Geschlechtsspezifische Arbeit und Angebote für Mädchen“  entwickelt. Bei der Projektentwicklung wurde deutlich, um eine Realisierung und Sicherstellung der Projektarbeit in den nächsten 5 Jahren zu gewährleisten, dass das Konzept nur mit an Mädchenarbeit interessierten Kommunen und Kirchengemeinden umgesetzt werden kann.

Der Trägerverbund hat sich zum Ziel gesetzt, über einen mehrjährigen Projektzeitraum bereits vorhandene Strukturen von geschlechtsspezifischer Arbeit für und mit Mädchen in verschiedenen Regionen im Kirchenkreis Koblenz, insbesondere in Gemeinden im Landkreis MYK zu intensivieren und zu stärken, sowie deren Angebotspalette auszubauen.

Das angestrebte Projekt soll  im kirchlichen Trägerverbund mit mehreren Kirchengemeinden organisiert werden, die zur Mitfinanzierung auch kirchliche Mittel bereitstellen.

Diese Ev. Gemeinden (Trägergemeinden) sind 2012 - 2017:

♦   Andernach                  

♦   Ko-Mitte /JaM     

♦   Ko-Lützel                 

♦   Ko-Pfaffendorf     

♦   Urmitz-Mülheim

♦   Vallendar

♦   Bad Breisig                  

♦   Winningen   

♦    Remagen-Sinzig

♦    Adenau (war nur für ein Jahr dabei!)


Die genannten Gemeinden sind gemeinsam für Planung, Umsetzung und Begleitung des Projektes, das in Zusammenarbeit mit dem Referat für Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Koblenz geschieht, verantwortlich. Wichtig ist uns darauf hinzuweisen, dass die Projektarbeit keinen konfessionellen oder kulturellen Beschränkungen unterliegt.

Die Anstellungsträgerschaft, innerhalb des Trägerverbundes, wird an eine  Kirchengemeinde delegiert.




© Evangelisches Jugendreferat Koblenz